Mehr als fünfzig festlich geschmückte Marktstände bieten regionale Produkte, kunsthandwerkliche Erzeugnisse und weihnachtliche Dekorationen an. Dabei erhalten Gäste Einblicke in traditionelle Handwerkskünste, etwa Holzarbeiten aus dem Erzgebirge, handgezogene Kerzen oder klassische Weihnachtsdekoration. Kulinarisch prägen Thüringer Spezialitäten wie Bratwurst und Stollen das Angebot. Der Chrisamelmart ist damit nicht nur ein touristischer Anziehungspunkt, sondern auch Ausdruck regionaler Identität in Thüringen und zeigt, wie lokale Geschichte, Handwerk und Gemeinschaftsleben bis heute gepflegt werden.
Die Beschäftigung mit dem Sühler Chrisamelmart bietet vielfältige Lernanlässe in unterschiedlichen Bildungsbereichen. Die Schülerinnen und Schüler lernen regionale Bräuche, Traditionen und Handwerke ihrer Heimat kennen und entwickeln dadurch ein stärkeres Bewusstsein für kulturelle Zusammenhänge und regionale Identität. Gleichzeitig eröffnet der Markt anschauliche Zugänge zu Themen des Sachunterrichts und der Geschichte, beispielsweise zur Bedeutung von Märkten für die Entwicklung von Städten, zu handwerklichen Berufen und zur Entstehung sowie zum Wandel von Weihnachtsbräuchen.
Darüber hinaus verdeutlichen Begegnungen mit regionalen Handwerkerinnen und Handwerkern wirtschaftliche Zusammenhänge, Herstellungsprozesse und die Bedeutung von Regionalität und Nachhaltigkeit. Kreative Angebote wie Bastel- oder Backtraditionen regen zur eigenen gestalterischen Tätigkeit an und fördern ästhetische Bildung sowie feinmotorische Fähigkeiten. Gemeinsame Erlebnisse in der vorweihnachtlichen Atmosphäre stärken zudem die Klassengemeinschaft, soziale Kompetenzen und das Verantwortungsbewusstsein im öffentlichen Raum.
Der Sühler Chrisamelmart stellt somit einen wertvollen außerschulischen Lernort dar, der kulturelle Bildung, Heimatverbundenheit und praktisches Lernen miteinander verbindet und die Adventszeit für unsere Schülerinnen und Schüler auf sinnvolle Weise bereichert.