Konzentrationslager Buchenwald – Ein Lernort der Erinnerung

 

Das Konzentrationslager Buchenwald war eines der größten nationalsozialistischen Lager in Deutschland. Es wurde im Juli 1937 auf dem Ettersberg bei Weimar errichtet und bestand bis zur Befreiung am 11. April 1945 durch US-Truppen. In Buchenwald wurden Menschen aus vielen Ländern Europas gefangen gehalten, darunter politische Gegner des Nationalsozialismus, Jüdinnen und Juden, Roma und Sinti, Menschen, die aufgrund ihrer Religion, sexuellen Orientierung oder vermeintlicher „Rasse“ verfolgt wurden, Kriegsgefangene sowie Personen, die als „asozial“ eingestuft wurden. Insgesamt waren über 280.000 Menschen im Lager inhaftiert, und mehr als 56.000 von ihnen starben durch Hunger, Krankheit, Gewalt oder wurden ermordet.

 

Die Haftbedingungen in Buchenwald waren extrem hart. Die Gefangenen mussten schwere Zwangsarbeit leisten, etwa in Steinbrüchen oder in Rüstungsbetrieben. Sie erhielten nur unzureichend Nahrung, wurden ständig von der SS überwacht, litten unter fehlender medizinischer Versorgung und erlebten tägliche Demütigungen und Gewalt. Es gab kein normales Leben im Lager, und die Gefangenen kämpften jeden Tag ums Überleben.

 

Am 11. April 1945 erreichten Soldaten der US-Armee das Lager und befreiten die Überlebenden. Zuvor hatte die SS viele Häftlinge auf sogenannte Todesmärsche geschickt, sodass die letzten Wochen des Lagers besonders chaotisch und gefährlich waren. Nach dem Krieg nutzten die sowjetischen Besatzungsbehörden das Gelände zeitweise als Speziallager Nr. 2, in dem erneut Menschen interniert wurden, bis etwa 1950.

 

Heute ist Buchenwald eine Gedenkstätte, die an die Opfer der NS-Gewaltherrschaft erinnert. Die Gedenkstätte bietet originale Orte und Ausstellungen sowie pädagogische Programme für Schulklassen. Ein Besuch in Buchenwald soll nicht nur historisches Wissen vermitteln, sondern auch dazu anregen, die Geschichte aus der Perspektive der Menschen, die dort gelitten haben, nachzuvollziehen. Schülerinnen und Schüler sollen Empathie für die Opfer entwickeln und angeregt werden, über Ausgrenzung, Gewalt und die Bedeutung von Menschenrechten nachzudenken. Die Auseinandersetzung mit Buchenwald kann dazu beitragen, Werte wie Offenheit, Toleranz und Zivilcourage besser zu verstehen und in das eigene Handeln zu übertragen.

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