Unsere Klassen 9a und 9b beim Klang der Demokratie in Meiningen

Am 18. März 2026 wurde in Deutschland erstmals der Tag der Demokratiegeschichte unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begangen. Der bundesweite Gedenk- und Bildungstag, initiiert durch die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, würdigt zentrale Etappen der Entwicklung demokratischer Strukturen in Deutschland und soll insbesondere junge Menschen für demokratische Werte sensibilisieren. Auf der offiziellen Aktionsseite wird deutlich hervorgehoben, dass Demokratie ein fortlaufender Prozess ist, der durch gesellschaftliches Engagement, historische Erfahrungen und aktive Beteiligung geprägt wird.

 

Auch wir als Schule haben diesen Anlass bewusst aufgegriffen und mit den Klassen 9a und 9b gemeinsam mit unseren Lehrkräften Frau Hartwig (Sozialkunde) sowie Herrn Schipper (Geschichte und Sozialkunde) an der Veranstaltung in Meiningen teilgenommen. Die Stadt Meiningen beteiligte sich aktiv an diesem bundesweiten Aktionstag und setzte damit ein klares Zeichen für politische Bildung und demokratische Teilhabe. Bürgermeister Fabian Giesder betonte in diesem Zusammenhang, dass Demokratie nicht nur historische Errungenschaft, sondern gelebte Gegenwart sei und es darum gehe, gerade junge Menschen nachhaltig für demokratische Werte zu sensibilisieren.

 

Der 18. März ist als Datum eng mit zentralen Ereignissen der deutschen Demokratiegeschichte verbunden. Er erinnert an die Ausrufung der Mainzer Republik im Jahr 1793, die Barrikadenkämpfe der Märzrevolution 1848, das Scheitern des Kapp-Putsches im Jahr 1920 sowie die erste freie Volkskammerwahl der DDR im Jahr 1990. Diese Ereignisse markieren entscheidende Entwicklungsschritte auf dem Weg zur parlamentarischen Demokratie und verdeutlichen die lange und teilweise konfliktreiche Geschichte demokratischer Errungenschaften in Deutschland. Ein besonderer Bestandteil des Meininger Programms war die multimediale Performance „Der Klang der Demokratie“, die im Volkshaus aufgeführt wurde. Das Projekt verbindet musikalische Elemente, Sprache sowie Licht- und Filminstallationen zu einem künstlerisch anspruchsvollen Gesamterlebnis. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit historischen Orten, Persönlichkeiten und Ereignissen der deutschen Demokratiegeschichte, die in eine moderne, zugängliche Form übersetzt werden. Ziel ist es, Geschichte nicht nur darzustellen, sondern erfahrbar zu machen und so ein vertieftes Verständnis für demokratische Prozesse zu fördern. Die Veranstaltung wird von der Stiftung in Kooperation mit verschiedenen künstlerischen Partnern getragen und ist Teil eines bundesweiten Programms, an dem sich zahlreiche Orte beteiligen. Insgesamt beteiligen sich mehr als 250 Institutionen und Initiativen in ganz Deutschland mit Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionen, Konzerten und weiteren Formaten. Damit entsteht ein vielfältiges Netzwerk, das die Bedeutung der Demokratiegeschichte in ganz Deutschland sichtbar macht.

 

Für unsere Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 9b stellte der Besuch eine besondere Form des Lernens dar. Die Verbindung aus kultureller Darbietung, historischer Einordnung und aktiver Beteiligung ermöglichte es, Unterrichtsinhalte auf anschauliche Weise zu vertiefen. Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler zeigten deutlich, dass die Veranstaltung auf großes Interesse stieß und als bereichernd empfunden wurde. Gerade diese Form der außerschulischen Bildungsarbeit unterstreicht die pädagogische Bedeutung solcher Angebote, da sie komplexe Inhalte greifbar macht und zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Grundwerten anregt. Insgesamt war die Teilnahme an der Veranstaltung in Meiningen für unsere Schule ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie politische Bildung lebendig gestaltet werden kann. Der Tag hat gezeigt, dass Demokratie nicht nur im Unterricht thematisiert wird, sondern im Alltag erfahrbar und gestaltbar ist. Dieses Erlebnis leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Verantwortungsbewusstsein, historischer Orientierung und demokratischem Denken bei unseren Schülerinnen und Schülern.

Staatliche Regelschule
"Am Kiliansberg" Meiningen
 
Jerusalemer Straße 15
98617 Meiningen
Telefon: 03693/75233
Telefax: 03693/476710

info@rs-kiliansberg.de

Sekretariat:

Frau Ivonne Rehdanz 

montags bis freitags 07:00 - 13:30 Uhr

Druckversion | Sitemap
© Regelschule Am Kiliansberg Meiningen